Markus „Marcito“ Ostfeld
| Markus „Marcito“ Ostfeld ist mit seinen 26 Jahren bereits Dozent an einer Musikhochschule und in der Szene fest etabliert. |
Markus „Marcito“ Ostfeld
Spätestens bei seinem Studienaufenthalt in La Habana verliebte er sich unsterblich in die Afro-Cubanische Musik, Kultur und vor allem die Congas. Marcito hat aber nicht nur als Percussionist, sondern auch als Drummer alle Hände voll zu tun. Er spielt Latin, Funk, Soul, Fusion, Jazz, Rock, Pop, Blues und alles andere was ihm Spaß macht, wobei er immer wieder auf der Suche nach neuen Herausforderungen ist. Musik ist sein Leben und sein Motto war schon immer: „Some people live their dreams“
Drumxound:
Markus, du hast schon sehr früh mit dem Trommeln angefangen. Wann war dir klar, dass es mal dein Beruf werden sollte?
Markus:
Ja stimmt, ich habe bereits als Kleinkind auf allem herum getrommelt was ich finden konnte. Im Kinderzimmer hatte ich einen Tisch, auf dem ich regelmäßig sämtliche Töpfe und Pfannen meiner Eltern platzierte und dann mit selbstgebauten Sticks darauf spielte. Meine Eltern haben mich von Anfang an unterstützt, wofür ich ihn ewig dankbar sein werde. Um das Kücheninventar zu schonen bekam ich bereits zum dritten Geburtstag ein eigens Kinder E-Drumset geschenkt. Mein Vater und meine beiden Onkel spielen seit fast 40 Jahren in einer Kirchenrock- und Coverband zusammen und nahmen mich immer wieder mit zu Konzerten. Zum Teil gibt es Fotos, wie ich als kleiner
Stöpsel mit Spielzeug Gitarre bei ihnen auf der Bühne stehe. Als ich etwas älter wurde, habe ich meine Freizeit entweder auf dem Rennrad oder aber im Proberaum verbracht, wo ich zu den verschiedensten CDs getrommelt und geübt habe. Während der Oberstufe musste ich mich dann zwischen dem Profi Radsport und der Musik entscheiden. Wenn man den Radsport mit all seinen Doping Affären, etc. heute betrachtet, habe ich mich eindeutig richtig entschieden.
Drumxound:
Bis zu diesem Zeitpunkt hast du nur Schlagzeug gespielt. Heute bist du aber vor allem als Conguero und Percussionist bekannt. Wie bist du zur Percussion gekommen?
Markus:
Nach Abitur und Zivildienst bin ich ans Drummers Institute Düsseldorf gegangen und hatte dort Unterricht bei einigen erstklassigen Lehrern, wie z.B. Eric Harings, Douglas Sides, Andy Gilmann, Phil Maturano oder Manni von Bohr. Die Welt der Percussion öffnete sich für mich durch meine erste Doppelstunde Conga Unterricht bei Martin Hesselbach. Ich habe mich sofort in dieses Instrument und die lateinamerikanische Musik verliebt. So kam es dann auch, dass ich im Anschluss ein privates Latin Percussion Studium bei Martin absolvierte und mehrere seiner Kurse besuchte. Durch einen guten Freund bekam ich dann die Gelegenheit nach Cuba zu fliegen, womit natürlich ein Traum in Erfüllung ging. Zum einen bekam ich die Gelegenheit bei Weltklasse Percussionisten, wie Ruy Lopez Nussa Unterricht zu nehmen und zum anderen konnte ich durch gute Kontakte meine eigene Band in Havana gründen. Mit Marcito’s Banda Malecón spielte ich dann auch einige Konzerte vor Ort. Ein paar Live Mitschnitte davon gibt es übrigens auf www.reverbnation.com/markusostfeld zu hören. Traditioneller Son Cubano, wie ich ihn liebe. Spätere Begegnungen u.a. mit Giovanni Hidalgo, Horacio „El Negro“ Hernandez, Changuito oder Richie Flores vereinten mich endgültig unzertrennbar mit der lateinamerikanischen Musik und Kultur.
Drumxound:
In der heutigen Zeit ist es als Profi Musiker wichtig, mehrere Standbeine zu haben. Mit Drums und Percussion bist du ja schon breit aufgestellt. Was machst du sonst um deinen Kühlschrank zu füllen?
Markus:
Um jeden Monat einen gewissen Grundstock zu haben, setze ich aufs Unterrichten. Ich bin Dozent an der Rock Pop Jazz Akademie Mittelhessen in Gießen und unterrichte die Schlagzeug Studenten dort im Fach Worldmusic an Drums und Percussion. Dort habe ich wirklich sehr viel Spaß und bin fast traurig, wenn nach drei Jahren wieder ein Jahrgang seinen Abschluss macht und die Hochschule verlässt. Auf der anderen Seite freue ich mich auch auf jedes neue Erstsemester und versuche mich bestmöglich auf die jeweiligen Charaktäre einzustellen und ihnen alles wichtige für das Leben als Profimusiker mit auf den Weg zu geben. Neben der Hochschule unterrichte ich außerdem noch privat und an Musikschulen in Geldern und Düsseldorf.
In den letzten Jahren bin ich außerdem immer mehr in die Rolle des Clinican oder Workshop Dozenten gerutscht. Und diese Aufgabe übernehme ich sehr gerne. Durch meine Endorsements hat sich die Möglichkeit ergeben, auf Drum Festivals zu spielen und durch Musikgeschäfte zu touren. Natürlich geht es bei so einer Clinic auch um die Präsentation der Produkte, die ich spiele. Vor allem aber versuche ich den Teilnehmern einige gute Tipps für ihre weitere musikalische Laufbahn auf den Weg zu geben. Ich spiele ihnen etwas vor, erkläre meine Konzepte zum jeweiligen Thema und garniere das ganze mit ein paar spannenden Anekdoten aus dem Musiker Alltag. Besonders spannend finde ich es, sich jedes mal auf ein völlig anderes Publikum einzustellen. Spielniveau, Interessen und die gestellten Fragen der Teilnehmer sind an jedem Abend ein wenig anders. Manchmal ist das eine echte Herausforderung, die ich aber sehr gerne annehme. Durch diese Tourneen komme ich viel rum, was ich in meiner Freizeit dann auch mit einem meiner Hobbys, dem „fremde Städte erkunden“ prima verbinden kann.
Das dritte Standbein ist dann natürlich noch das eigentliche aktive Musikmachen. Dabei spiele ich mit Künstlern und Bands aus den unterschiedlichsten Genres. Darunter natürlich Salsa und Latin Jazz, aber auch Funk, Soul, Gospel, Rock, Pop oder elektronische Musik. Mein aktuelles Herzblut Projekt ist aber das Duo mit meinem guten Freund und erstklassigen Pianisten Matthias Dymke. Wir sind gerade dabei unser erstes gemeinsames Album aufzunehmen. Mit „Marcito y Matthias“ spielen wir eigene und neu arrangierte Latin Jazz Kompositionen in der ungewöhnlichen und seltenen Minimal Besetzung Congas und Klavier. Dabei arbeiten wir viel mit krummen Takten oder ausgefeilten Unisono Passagen, ohne jedoch das wichtigste aus den Augen zu verlieren: Die Musik! Das Feeling muss stimmen, wir wollen keine reinen Mathematiker sein, sondern Musik machen, die Herz und Seele berührt. Wo ich grad das erste gemeinsame Album erwähnt habe, mein erstes eigenes Solo Album ist ebenfalls in Arbeit. Die 8 Tracks stammen alle von mir und werden zur Zeit zusammen mit einem guten Freund und Bassisten der späteren Band arrangiert, Andreas Daniel Rodeck. Ich hoffe, dass wir die Aufnahmen in den Sommerferien im Kasten haben. Release ist für Herbst diesen Jahres geplant.
Drumxound:
Ende März dreht sich wieder alles um die Musikmesse Frankfurt. Wann und wo kann man dich dort treffen und live erleben?
Markus:
Ich werde auf jeden Fall von Mittwoch bis Freitag auf der Messe sein. Am Samstag muss ich wahrscheinlich auf Grund eines Cajon Workshops, sowie eines Konzertes mit der Band „Zantana“ am Abend, auf die Messe verzichten. Man findet mich in der Regel in Halle 3.0 am Stand von Rohema Percussion (A10) oder Impression Cymbals (D51). Bei letzteren werde ich außerdem die eine oder andere kurze Show am Stand spielen. Genaue Zeiten dafür werde ich noch auf meiner Homepage bekannt geben. Donnerstag (13Uhr) und Freitag (17Uhr) spiele ich mit meiner Band „Cupcake“ auf der Acoustic Stage. Ich freue mich schon auf viele nette Gespräche. Für mich ist die Messe immer so etwas wie ein Familientreffen…
Drumxound:
Danke für das Interview und Viel Spaß auf der Musik Messe.
Markus „Marcito“ Ostfeld ist Endorser für Steppodrum, Impression Cymbals, Reiche Trommelbau, Klanginitiative Percussion, Beatnicker Groovetools, Hands On Drums, Rohema Percussion und RMV Felle.
Website: http://www.markusostfeld.com
Facebook: https://www.facebook.com/pages/Markus-Marcito-Ostfeld/198946820161193
Reverbnation: http://www.reverbnation.com/markusostfeld





